27 Mrz
2017

Der AC/DC Schlagzeuger zu Gast im Tiroler Oberland!

Konzertbericht: Chris Slade „Timeline“, 24.03.17, Telfs (c) Freizeit Tirol Foto: Bernhard Schösser

Wenn Angus Young, Gitarrist und Mastermind von AC/DC, sagt: „Slade was the best musician in AC/DC“ so hat das durchaus Bedeutung. Wenn man sich das Schaffen dieses so gewürdigten Herren ansieht, so liest sich das schon fast wie das „Who is Who“ der rockmusikalischen Zeitgeschichte. Nachdem die (seit 2015 wieder) aktuellen Dienstgeber aus Australien einen „ungewissen Status“ haben, macht sich Slade, immerhin seit letzten Oktober ein flotter „70er“, zusammen mit seinen Kumpels auf, das zu tun, was ihm Spaß macht, nämlich Schlagzeug zu spielen. Nebenbei wird so eine Zeitreise („Timeline“) daraus, die über zwei Stunden aus den diversen Bands seit 1963 (Tom Jones) bis heute (AC/DC) erzählt. Dass Slade finanziell ausgesorgt hat, ist klar, der pure Spaß, das „Brennen für das Schlagzeugspiel“ steht hier im Vordergrund, nicht umsonst baut der Meister in aller Ruhe sein voluminöses Drum Kit selber auf. So auch nach 2013 (dort mit einer Art „All-Star Band“) wieder im Rathaussaal in „Telfs Rock City“.
Als Opener zu Gast: Midriff aus Langkampfen, eine der (aktuell oder immer noch) heißesten „Newcomer“ in Sachen Heavy Metal in Tirol und wohl die Band aus unseren Breiten, die „immer geht“ und immer gerne gesehen wird. So auch heute: Jele am Bass, Josh an der Gitarre und der „Singing-Drummer“ Paul an den Kesseln machen sich getreu dem Bandmotto „Perfektion ist gut, Live ist besser“ auf, den Rathaussaal nach 2014 (damals als Opener für Pretty Maids) ein weiteres Mal erfolgreich anzuheizen. Wer Klassiker wie „Pumping Iron“, „Safehouse“ oder „House of Pain“ am Start und die Erfahrung von mehreren hundert Konzerten im Rücken hat, braucht sich um diese Aufgabe nicht lange zu sorgen. So schaffen es Midriff gleich von Beginn an, ihren wuchtigen Sound ins Publikum zu schieben und den recht gut gefüllten Rathaussaal zu begeistern. Würde das fußballerische „Catenaccio“, also „Beton anrühren“, eine Disziplin im Metalbereich sein, Midriff würden hier locker mit ihren Songs in der Champions League mitspielen! Auch die schon obligatorische Fanverpflegung mit „braunem Saftl“ (Nein, nicht die Zuckerbrühe aus den USA),  „Jägermeisterbreak“ genannt, funktioniert gegen Ende des Sets nach „Soul to Burn“ wieder einmal perfekt. So hinterlässt das sympathische Trio aus dem Unterland einmal mehr einen starken Eindruck und hat zweifelsfrei ein paar neue Fans erspielt.
„Are You Ready“ von – NoNa – AC/DC läutet dann die über zwei Stunden dauernde, eingangs erwähnte Zeitreise durch fünf Jahrzehnte musikalischen Schaffens von Chris Slade ein. Mit dabei sind die Kumpels Paul Davis, Steve Glasscock, James Cornford, Michael J Clark und Andy Crosby, das Sextett hat passenderweise zwei Sänger, die sich je nach geforderten Vocals abwechseln. Dass AC/DC immer funktioniert, ist auch an diesem Abend klar erkennbar. Wie beim ausgiebig zelebrierten Sexspiel eines routinierten Altmeisters werden ruhigere Passagen mit Phasen der Ekstase vermischt, bevor dann der endgültige Höhepunkt erreicht wird, dessen Eintritt jedoch kunstvoll hinaus gezögert wird. Dass Ekstase im Fall eines Chris Slade die wohlbekannten Kracher der australischen Drei-Akkorde-Schrubber sind, ist klar. Manfred Mann’s Earth Band, dort spielte Slade als Gründungsmitglied bis 1978, ist so eine „Cool-Down-Phase“ im Konzert, „Davy’s on the Road again“ und „Blinded by the Light“ werden demzufolge musikalisch passend gereicht. 1979 bis 1981 trommelte Slade für Uriah Heep, die ebenso Eingang ins Programm finden wie Gary Moore. Slade spielt zu Ehren des 2011 verstorbenen irischen Gitarrenkönners „Parisienne Walkways“ und „Out in the Fields“. „Satisfaction Guaranteed“ stammt aus der Zusammenarbeit mit Jimmy Page, Paul Rogers und Tony Franklin unter dem Bandnamen „The Firm“ von 1984 bis 1986. An das Zusammenspiel mit David Gilmoure (Pink Floyd) wird mit „Is There Anybody Out There“ erinnert, bevor mit „Riff Raff“ und einem perfekten Drumsolo wieder richtig aufs Gaspedal gedrückt wird. „Delilah“ von Tom Jones brennt dann zeltfestartig endgültig die Hütte nieder, es wird getanzt (in Telfs übrigens im Gegensatz zur Landeshauptstadt vergnügungssteuerfrei!), bevor „Back in Black“ und „Thunderstruck“ wieder an der Orgasmuskurve rütteln. „Out in The Fields“ von Gary Moore und – abermals NoNa –„Rosie“ und „Highway to Hell“ beenden den Abend im großen Finale!

Zusammengefasst: Chris Slade ist ein unfassbar vielseitiger Schlagzeuger, der in seiner langen und erfolgreichen Karriere wirklich einen Teil Musikgeschichte getrommelt hat. Einen solchen Mann, quasi als „Wohnzimmerkonzert“ in Telfs zu sehen – dafür einmal mehr „Peace & Respect“ an „Telfs Lebt“ und Christian Santer!

27 Mrz
2017

Alfred Dorfer begeisterte Telfs

„Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht“, wobei das von Alfred Dorfer Erzählte dem begeisterten Telfer Publikum im Rathaussaal noch lange nicht gereicht hätte. Die über 550 Besucher hätten am Donnerstag gerne noch mehr vom österreichischen Kabarettisten gehört, der erst vor wenigen Tagen mit dem Deutschen Kabarett-Preis, gestiftet von der Stadt Nürnberg, dotiert mit 6000 Euro, ausgezeichnet wurde. Der singende, selbstironische und satirische Künstler, der „Optimismus für eine Form von Informationsmangel“, „Vorarlberg für eine Versuchs-Schweiz“ und sich selbst am liebsten für den nächsten „Vorstand der holländischen Bergbauern“ hält, bestach mit schnellem, beißendem Witz, der Historisches, Gegenwärtiges sogar Tirolerisches bediente. Das „advanced“ Publikum amüsierte sich jedenfalls köstlich und erlebte mit Dorfes „bisjetzt – solo“ „Best-of“-Programm auch Philosophisches, Esoterisches und POSITIVES. Und auch unsere Jugend kam auf ihre Kosten, denn dieser Abend erklärte, dass man früher auf das Handgelenk und nicht auf das Smartphone sah, wenn man die Uhrzeit wissen wollte und dass man Briefe schreiben als „twittern ohne Strom“ bezeichnen könnte. Alfred Dorfer einfach unverwechselbar und Telfs LEBTe! © Bine Schletterer; Bezirksblätter Telfs

27 Mrz
2017

AC/DC-Schlagzeuger Chris Slade zurück in Telfs !

Slade, der bereits im Rahmen der legendären „The Razors Edge“-Periode Teil der australischen Rockikonen AC/DC war, kehrte 2015 zur Band um Agnus Young zurück, um sie auf deren ‚Rock or Bust – Welttournee‘ zu begleiten.
Nun kommt er nach 2012 bereits zum zweiten Mal in den RathausSaal Telfs und präsentiert sein Projekt „Timeline“ mit allen großen Hits seiner Karriere.
Auch der Opener für diesen Abend ist bereits fixiert. Mit Midriff freuen wir uns wieder auf Rock pur aus dem Tiroler Unterland.

23 Jun
2016

Telfs rockt! „SAXON“ – The Battering Ram Tour 2016

Saxon_FotoFreitag, 18. November 2016
um 20:00 Uhr
Rathaussaal Telfs
SAXON
haben nie halbe Sachen gemacht oder sich mit Halbwahrheiten abgegeben. Mit dem Album „Sacrifice“ haben sie die Köpfe der Fans mit donnernd lautem Heavy Metal gefüllt und nun versuchen sie eben diese Köpfe mit ihrem brandneuen Album „Battering Ram“ zu zerquetschen.
Kein Problem. Denn mit Biff Byford an den Vocals, der gut wie eh und je singt, Paul Quinn und Doug Scarratt, die dem Begriff Virtuosität mit ihren Gitarren einen Sinn geben, dem treibenden Rhythmus von Bassist Nibbs Carter und Nigel Glocklers Drumming krachen Zukunft und Vergangenheit in einem ohrenbetäubenden, dröhnenden und tonnenschweren Zehn-Song-Longplayer zusammen, der es auf Anhieb unter die SAXON-Klassiker schaffen wird. Der Titelsong mit seinem reizvollen, das Album ankündigenden Gitarreninferno, schießt dem Hörer sofort die Koteletten weg. Traditionalisten werden von so einer genialen Hochzeit von alten klassischen SAXON-Songs und den neuen, riffbetonten „Destroy and Stand Your Ground“ Attacken begeistert sein. Es gibt aber nach wie vor auch Raum für experimentelle Momente, die die Fans lieben werden.

Tickets

Der AC/DC Schlagzeuger zu Gast im Tiroler Oberland!

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